Alle Filmkritiken

Bunker – Kritik: Die Architektur einer isolierten Gesellschaft

Die Nachzeichnung einer Demenzerkrankung in The Father sucht bis heute ihresgleichen. Florian Zellers darauffolgender Film The Son über Depressionen rief verhaltene Reaktionen hervor. Nun feierte sein neustes Werk Bunker Premiere, das von Egomanie, Isolation und Kommunikation handelt. Miguel Moreno (Javier Bardem) ist ein geschätzter Architekt. Seine Frau Sofia (Penélope Cruz) und er stammen ursprünglich aus […]

Arrested Memory – Kritik: Eine Actionkomödie auf den Spuren von High and Low

Arrested Memory konfrontiert uns mit einem Polizisten, der mit einer frühen Demenz zu kämpfen hat. Der Actionfilm ist dabei eines der größten Highlights des Filmfestivals von Venedig geworden. Detektive wie Sherlock Holmes prägen unser Bild von Ermittlungen. Kleinste Details werden wahrgenommen, kontextualisiert und der Täter wird überführt. Die BBC-Serie als auch Guy Ritchies Filme haben […]

Ink – Kritik: Danny Boyles Thriller über das Ende der News

Der Journalismus sieht sich dieser Tage mit einer Identitäts- und Bedeutungskrise konfrontiert. Die Zeitungsabsätze sinken seit Jahren und online gilt es, gegen Gratiskultur, Clickbait und meinungsbildende Persönlichkeiten auf Social Media anzukämpfen. Mit Ink zeichnet Danny Boyle nun eine Phase des Journalismus nach, die bis heute prägend ist. Ink setzt im Jahr 1969 an. Rupert Murdoch […]

Die Odyssee – Kritik: Christopher Nolan und die neuen Götter

Ein Meer, so gewaltig, es könnte gottgleich sein. Wassermassen erstrecken sich über den gesamten Horizont. Ganze Schiffe werden in den Fluten niedergerissen und doch bleibt die Wirkmacht dahinter unsichtbar. Christopher Nolan hat sich jüngst Homers Odyssee gewidmet. Die, wie er selbst anmerkt, wohl älteste nichtlineare Erzählung der Geschichte. Obwohl hier die Wirrungen des Mindgamekinos vorgeschrieben […]

Backrooms – Kritik: Die Angst vor dem Übergangsort

Im Horror begegnen wir aus sicherer Distanz unseren größten Urängsten. Orte der Geborgenheit werden maximal entfremdet. Das Böse wird meist durch Killer oder übernatürliche Phänomene personifiziert. In Backrooms hingegen wird der Raum selbst emotional aufgeladen; doch dafür muss er erst entladen werden. Backrooms greift das gleichnamige Internet-Phänomen auf, welches erst vor wenigen Jahren entstand, als […]

Der Astronaut – Kritik: Viel Hoffnung im leeren Raum

Science-Fiction erzählt nahezu zwanghaft vom Ende der Menschheit. Der Astronaut folgt dem gleichen Muster, nutzt es jedoch, um daraus eine Menge Hoffnung zu schöpfen. Drei Romane schrieb Andy Weir bislang. Sein Erstlingswerk Der Marsianer wurde direkt von Ridley Scott für die Leinwand adaptiert. Zu seinem zweiten Roman Artemis steht die Verfilmung noch aus (ebenfalls wie […]

Hoppers – Kritik: Ein moralisches Best-of

Nach zuletzt wechselhaften Pixarfilmen kehrt das Studio mit Hoppers zu gewohnten Themen zurück. Die Auswahl ist dabei aktueller denn je. Die letzten 5 Jahre Pixar waren ein qualitativer Flickenteppich. Animationsfilme wie Lightyear und Elio schienen dem Studio kaum gerecht zu werden, während Soul durchaus an die größten Filme des Studios herankam. Mit Hoppers versucht man […]

Marty Supreme – Kritik: Siegen um jeden Preis

Der Sieg ist zum Greifen nah – Timothees und Martys. Der neue Film von Josh Safdie erzählt vom grenzenlosen Drang des Triumphs und dem zugrundeliegenden Preis. Wir lernen Marty Mauser als charismatischen Schuhverkäufer widerwillens kennen. Sein Traum, der beste Tischtennis-Spieler der Welt zu werden, steht ohnehin unmittelbar bevor. Von da an donnern Absurditäten auf uns […]